Spatenstich Neubau Heizzentrale Freibad II

Gemeinsamer symbolischer Spatenstich vor dem großen Wärmespeicher. 
Gemeinsamer symbolischer Spatenstich vor dem großen Wärmespeicher.  | © Stadt Wiesloch

Am 31.03. begann mit dem Spatenstich für den Neubau der „Heizzentrale Freibad II“ ein wichtiger erster Meilenstein des Transformationsplans und der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Wiesloch zur Erreichung der klimaneutralen Wärmeversorgung bis 2040.

Die neue Heizzentrale ermöglicht eine Reduzierung der benötigten Gasmenge um bis zu 700.000 m³ und verringert somit den Anteil an fossilen Brennstoffen. Hierdurch werden pro Jahr etwa 1.400 Tonnen CO2-Emmissionen eingespart.
Die geplanten Gesamtkosten für die Baumaßnahmen belaufen sich aktuell auf rund 4,6 Mio. Euro netto. Hierfür wurden den Stadtwerken Wiesloch, die für diese Maßnahmen verantwortlich sind, Fördersummen gemäß Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro netto bewilligt. Dies wird finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.
 
Was wird passieren?
Zunächst finden die Erd- und Rohbauarbeiten zur Errichtung des Gebäudes der neuen Heizzentrale statt. Anschließend folgen Tiefbauarbeiten und die Leitungslegung für die zukünftige Stromversorgung der Heizzentrale über eine neue Trafostation sowie den geplanten PV-Anlagen. Im Spätjahr 2025 wird der Pelletkessel eingebaut und ab Frühjahr 2026 mit der Installation der Großwärmepumpe begonnen. Der neue Pelletkessel wird mit einer Anlagenleistung von 500 kW installiert, die Großwärmepumpe hingegen wird mit einer Anlagenleistung von bis zu 1000 kW betrieben. Durch die neuen Anlagen der Heizzentrale Freibad II können pro Jahr rund 7000 MWh klimaneutrale Wärme zusätzlich bereitgestellt werden. Dies entspricht zirka 30 % der gesamten Fernwärmeversorgung und deckt den Wärmebedarf von bis zu 280 Einfamilienhäusern. Nach Inbetriebnahme des neuen Pelletkessels und der neuen Großwärmepumpe steigt der Anteil an Erneuerbaren Energien im Fernwärmenetz Freibad-Palatin auf mindestens 61 %, wodurch sich der bisherige Anteil um zirka 40 %-Punkte verbessert.
 

Ausblick auf weitere Maßnahmen

Der nächste wichtige Meilenstein zur Erreichung der Klimaziele gemäß Transformationsplan bildet der weitere Ausbau des Fernwärmenetzes in der Innenstadt im Bereich Pfarrstraße und Marktstraße, der durch die Stadtwerke Wiesloch vorangetrieben wird. Je nach Ausbaustufe und benötigter Wärmemenge im Netz wird zudem eine weitere Heizzentrale für die klimaneutrale Fernwärmeversorgung benötigt, welche an der Äußeren Helde vorgesehen ist.
 
Bis 2030 soll zudem die Anbindung an die Kläranlage zur Nutzung der Abwärme mit einer weiteren Großwärmepumpe erfolgen. Hierdurch steigt der Anteil Erneuerbarer Energien weiter auf voraussichtlich 83 %.
 
Im Jahr 2040 wird der Anteil an Erneuerbaren Energien seinen Zielwert von 100 % gemäß des Transformationsplans und der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Wiesloch durch eine weitere Wärmepumpe in der Kläranlage erreichen.